Stoßwellentherapie

Die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) wird seit 1989 erfolgreich bei orthopädischen Krankheitsbildern eingesetzt. Ursprünglich wurde die Stoßwellenbehandlung  zur „ Zertrümmerung“ von Nierensteinen eingesetzt.

Bei der Stoßwellenbehandlung werden Schallwellen von niedriger sowie hoher Energie durch einen Lithotripter erzeugt und über einen sogenannten Transducer auf die zu behandelnden Körperbereiche geleitet.

Somit können krankhafte Veränderungen im Bereich der Sehnen, Kapseln, Muskeln, Schleimbeutel, Bänder sowie Knochen behandelt werden. Die Stoßwellenbehandlung kann auch zur Förderung des Knochenwachstums bei Knochenheilungsstörungen nach Frakturen angewandt werden.

Der positive Effekt der Stoßwellenbehandlung konnte in verschiedenen wissenschaftlichen Studien gezeigt werden.

In Abhängigkeit vom  Krankheitsbild werden niederenergetische und hochenergetische sowie fokussierte und radiale Stoßwellentherapien angewandt.

Ich behandle in meiner orthopädischen Praxis in Wien mit verschiedenen Behandlungsformen alle diese Krankheitsbilder erfolgreich und erfülle alle geforderten Qualitätskriterien.

Wann wird die hochenergetische fokussierte Stoßwellentherapie angewandt?

Klassische Indikationen:

  • Fersensporn
  • Haglundferse
  • Reizung der Achillessehne
  • Kalkschulter
  • Tennisellenbogen ( Epicondylitis humeri radialis)
  • Golferellenbogen ( Epicondylitis humeri ulnaris)
  • Jumper´s Knee ( Entzündung der Kniescheibensehne)
  • Schleimbeutelreizungen der Hüftregion (schnappende Hüfte)
  • Knochennekrosen („Knocheninfarkt“)
  • Knochenmarködem
  • Morbus Dupuytren (Palmarfibromatose)
  • Morbus Ledderhose (Plantarfibromatose)
  • chronische Schultersehnenbeschwerden (z. B. Supraspinatussehnensyndrom)
  • Pseudarthrosen (Knochenheilungsstörungen)

Ich setze in meiner orthopädischen Praxis in Wien seit langer Zeit bei diesen Krankheitsbilder die Stoßwellentherapie erfolgreich ein.

Wie wirkt die Stoßwellentherapie:

Durch die Stoßwellenbehandlung erfolgt eine Mikrotraumatisierung, durch welche die behandelten Gewebestrukturen gereizt und aufgelockert werden. Infolgedessen wird die Durchblutung gesteigert, so dass Schmerz,- und Entzündungsmediatoren vor Ort gelangen können. Desweiteren werden die Nervenendigungen durch die hochenergetischen  Schallwellen betäubt. Dieses führt zur deutlichen Schmerzreduktion. Durch die sogenannte „ Mechanotransduktion“ wird die mechanische Energie in biochemische Energie umgewandelt, was die Selbstheilung der Zelle aktiviert. Desweiteren kommt es zu einem verbesserten Zellstoffwechsel.

Die Stoßwellentherapie regt zudem auch die Regeneration des Gewebes an.

Wann wird die niederenegetische radiale Stoßwellentherapie angewandt?

Klassiche Indikationen:

  1. Chronische Muskelverspannungen
  2. Triggerpunkttherapie
  3. Spastische Muskeltonuserhöhung

Wie wirkt die Stoßwellenbehandlung?

Durch den Aufprall eines Projektils auf einen Prallkörper, welches mit Pressluft beschleunigt wird, werden niederenergetische radiale Stoßwellen erzeugt.

Sie haben eine Gewebeeindringtiefe von 1-3 cm.

Nebenwirkungen?

Bei der Stoßwellentherapie handelt es sich um eine  nebenwirkungsarme, unblutige sowie risikoarme Behandlungsmethode, durch welche oft ein Krankenhausaufenthalt und eine Operation verhindert werden kann.

Behandlungsdauer:

Die Anzahl der Behandlungen ist von den Beschwerden bzw das Krankheitsbild abhängig. In der Regel erfolgen 3-5 Behandlungseinheiten.

Zusammenfassung

Die Stoßwellenbehandlung kann bei verschiedenen Krankheitsbildern sowie Beschwerden eingesetzt werden. Es handelt sich um eine nebenwirkungsarme Behandlungsmethode. Es kommt zu einer Durchblutungssteigerung mit Ausschüttung von Wachstumsfaktoren und anschließend Stimulierung der Stoffwechselvorgänge. Die Behandlung ist sehr effektiv und wirksam und kann in vielen Fällen eine Operation verhindert.